Borlabs Cookie Plugin in WordPress

Oktober 22, 2021

TEILEN

Anleitung zur Verwendung des Borlabs Cookie Plugins in WordPress

Durch das in Kraft treten der DS-GVO und die Ankündigung der E-Privacy-Verordnung müssen einige Vorgaben, bezügliche der Verwendung von Cookies, umgesetzt werden. Für WordPress-Nutzer[1] besteht die Möglichkeit auf Plugins zurückzugreifen, welche den Nutzer bei der Umsetzung der Vorgaben unterstützen. Eins dieser Plugins ist das „Borlabs Cookie“, welches in dem folgenden Artikel vorgestellt wird.

Der Europäische Gerichtshof hat im Jahr 2019 die Abmahnfähigkeit von Cookie Opt-Ins festgestellt. Demnach stellt sich nicht die Frage nach der Verwendung eines Cookies-Banners, sondern nach der Umsetzung eines solchen Banners. Genau an diesem Punkt setzt das „Borlabs Cookie“ an. Dies ist eine Opt-in Lösung, welches die Steuerung von First- und Thirdparty-Cookies und die Einholung der Einwilligung von dem Webseitenbesucher über ein Cookie-Banner ermöglicht.

Einrichtung des Borlabs Cookie Plugins

Über das „Borlabs Cookie“ Dashboard kann eine Anleitung zum Schnellstart aufgerufen werden. Die Prüfung der fehlerfreien Funktion kann nach der Installation jederzeit über das Dashboard erfolgen. Das Dashbord gibt dem Betreiber zu dem einen Überblick mittels einer Statistik, wie oft der Webseitenbesucher die Cookie-Einstellungen akzeptiert oder abgelehnt hat.

Um das Cookie-Plugin zu aktivieren und weitere Einstellungen vornehmen zu können müssen die allgemeinen Einstellungen aufgerufen werden. Über diese Seite können ebenfalls Einstellungen für „Cross Domain Cookies“ vorgenommen werden. Dies ist vor allem bei dem Betreib von mehreren Webseiten interessant. Durch das Cookie können die Einstellungen, welche über einen bestimmten Pfad vorgenommen werden, auf (wenn angegeben) weitere Domains übertragen werden.

Über das Anzeigen und die Form der Einbindung (HTML / JavaScript), sowie das mögliche Blockieren von Cookies bis zur Einwilligung des Webseitenbesuchers kann in den allgemeinen Einstellungen für die Cookie-Box entschieden werden. Ebenfalls müssen hier die Datenschutzhinweise sowie das Impressum hinterlegt werden, welches in dem Banner angezeigt werden sollen. Neben den Einstellungen, welche die Darstellung, das Layout, die

Animation oder das Logo betreffen, können die Anzeige von Buttons und Texte über dieses Menü eingestellt werden. Zudem besteht ganz unten die Möglichkeiten die Einstellungen durch CSS vorzunehmen.

Alle für eine Webseite genutzten Cookies werden gruppiert. Das „Borlabs Cookie“ wird standardmäßig in den Gruppen Essenziellen, externen Medien, Marketing und Statistik eingeordnet. Zu diesen Gruppen gehören beispielsweise auch Google Analytics, Google AdSense und Facebook Pixel. Die einzelnen Cookie-Gruppen können bearbeitet sowie aktiviert und deaktiviert werden. Durch die Einordnung der Cookies in Gruppen hat der Nutzer die Möglichkeit eine Cookie-Gruppe komplett zu akzeptieren bzw. abzulehnen. Durch den Button „Neu hinzufügen“ kann jeder Gruppe ein weiteres Cookie hinzugefügt werden. Nachdem ein Service ausgewählt wurde, müssen alle Angaben für das Cookie hinterlegt werden. Durch das „Borlabs Cookie“ Plugin werden die wichtigsten Angaben bereits automatisch hinterlegt, welche so übernommen werden können. Um das Cookie über das „Borlabs Cookie“ Plugin steuern zu können, müssen die Tracking-ID, Pixel-ID oder URL für jedes Cookie individuell angegeben werden. Für zusätzliches HTML bzw. JavaScript stehen weitere Codezeilen zur Verfügung.

Einstellungsmöglichkeiten für den Content und Script Blocker

Die Blockierung von iFrames, welche beispielsweise in Videos eingebettet sind, kann mittels Content Blockerr vorgenommen werden. Der Blocknachricht kann an die Webseite individuell angepasst werden. Einige Inhalte werden jedoch standardmäßig durch das „Borlabs Cookie“ Plugin blockiert. Hierzugehören Google Maps, Facebook, YouTube, Instagram, Twitter, Vimeo und OpenStreetMap. Diese können jedoch jederzeit angepasst und Neue hinzugefügt werden. Die Änderungen des Namens sowie der URLs für die Datenschutzhinweise und den Host können in den jeweiligen Einstellungen vorgenommen werden. Des Weiteren ist unter diesem Punkt ein Shortcut zu finden, durch welchen nur bestimmte Inhalte eines Anbieters blockiert werden können. Unter dem Punkt zusätzliche Einstellungen können die jeweiligen API-Schlüssel erfolgen. In den allgemeinen Einstellungen des Content Blockers kann eine Host Allow Liste angelegt werden. Bei den in der Liste angegebenen Hosts ist der Content Blocker dann nicht aktiv. Ebenfalls kann hier die Darstellung des Blockers angepasst werden.

In dem „Borlabs Cookie“ Plugin ist ein Script Blocker integriert. Dieser ermöglicht, das einzelne JavaScripte blockiert und ausgeführt werden. Vorteilhaft ist dies, bei der Nutzung von Drittanbieter-Cookies, welche zustimmungsbedürftig sind. Hierdurch werden die Plugins / Scripte erst nach der Einwilligung aktiviert.All

Des Weiteren verfügt das „Borlabs Cookie“ Plugin über eine Import- und Exportfunktion. Dadurch können verschiedene Einstellung beispielsweise für den Content-Blocker importiert oder exportiert werden. Um eine Einstellung zu importieren, muss diese aus der Export-Box kopiert werden und in der Import-Box einer anderen WordPress Installation eingefügt werden.

Vorteile des „Borlabs Cookie“ Plugin

Durch den Einsatz des „Borlabs Cookie“ Plugin können in die Datenschutzhinweise der Webseite Shortcodes eingefügt werden. Durch diese kann der Webseitenbesucher einsehen, welchen eingesetzten Cookies zugestimmt wurde. Diese werden in einer Cookie-Liste dargestellt. Zudem gibt es einen Button, durch welchen die Einwilligung für bestimmte Cookie-Gruppen widerrufen werden kann.

Das „Borlabs Cookie“ Plugin verfügt über einige weitere vorteilhafte Funktionen. Durch den Lizenzerwerb des Plugins wird ein vollfunktionsfähige Betaversion des TCF der IAB Europe zum Download bereit gestellt. Durch diese soll eine DS-GVO konforme Lösung für digitale Werbung schaffen. Die Barrierefreiheit ermöglicht es Menschen mit einer Sehbehinderung die Cookie-Box über die Tastatur zu steuern. Neben dem Priorisierungsmodus, welche Opt-Ins bevorzugt ausführt, ist das Plugin mehrsprachig einsetzbar. Jedoch werden für die Umsetzung der Mehrsprachigkeit die Integration eines Plugins wie WPML oder Polylang empfohlen. Auch kann der Google Tag Manager problemlos mit dem Borlabs Cookie“ Plugin genutzt werden.

Erwerb des Plugins

Das „Borlabs Cookie“ wird in einem Lizenzmodell angeboten. Die aktuellen Lizenzinformationen können jederzeit in den Lizenz-Einstellungen abgerufen werden. Die Domain, für welche das Plugin genutzt wird, kann unter diesem Menüpunkt geändert werden. Zudem kann das Plugin vor dem Erwerb einer Lizenz in einer Testumgebung getestet werden.

Alternative Plugins zur Umsetzung der DS-GVO

Für das „Borlabs Cookie“ Plugin gibt es Alternativen. Zum Einen das WP DSGVO Tools Plugin. Das Plugin ist ebenfalls ein Consent Tool mit dem Vorteil eines integrierten Datenschutz und Impressum-Generator. Der Umfang der Funktionen unterscheidet sich nur in wenigen Punkten. Zum Anderen Pixelmate. Als eins der ersten Plugin zur Umsetzung der DS-GVO für WordPress beschränkte sich die Funktion auf Facebook Pixel und Google Analytics. Inzwischen ist der Funktionsumfang auf weitere Integrationen wie YouTube und Instagram erweitert worden Ähnlich wie das „Borlabs Cookie“ Plugin verfügt Pixelmate über einen Scriptblocker.