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In ChatGPT gefunden werden: Wie ChatGPT-SEO für Unternehmen funktioniert

Immer mehr Kunden fragen ChatGPT statt Google. Was entscheidet, ob Ihr Unternehmen in der Antwort vorkommt, und was Sie selbst tun können.

Suchmaske auf Laptop und Smartphone an einem hellen Arbeitsplatz

In ChatGPT wird Ihr Unternehmen gefunden, wenn drei Dinge zusammenkommen: Die KI darf Ihre Website lesen, Ihre Seiten beantworten die Fragen Ihrer Kunden klar, und andere Quellen im Netz bestätigen, dass es Sie gibt und was Sie können. Eine Abkürzung gibt es nicht. Wer das sauber umsetzt, hat aber gute Chancen, auch in Perplexity und in den KI-Antworten von Google genannt zu werden.

Man nennt das ChatGPT-SEO, GEO (Generative Engine Optimization) oder AIO. Gemeint ist immer dasselbe. Wir erklären hier, wie es funktioniert, und zwar so, wie wir es für unsere eigene Website und für Kunden umsetzen.

Woher hat ChatGPT seine Antworten?

ChatGPT kann auf zwei Arten von Ihrem Unternehmen wissen. Die erste ist das Trainingswissen. Das Modell hat vor seiner Veröffentlichung große Teile des öffentlichen Internets gelesen. Was dort häufig und einheitlich über Sie stand, kennt es. Was nur auf Ihrer eigenen Website steht, oft nicht.

Die zweite ist die Live-Suche. Bei vielen Fragen, gerade bei „Welche Agentur in Darmstadt …?“ oder „Wer macht Webdesign in meiner Nähe?“, sucht ChatGPT aktuell im Netz, liest ein paar Seiten und baut daraus seine Antwort. Darunter stehen dann die Quellen. Hier entscheidet sich, ob Ihre Website dabei ist.

Für die meisten Unternehmen ist die Live-Suche der wichtigere Weg. Auf sie haben Sie direkten Einfluss.

Darf die KI Ihre Website überhaupt lesen?

Das klingt banal, ist aber der häufigste Fehler, den wir sehen. KI-Anbieter schicken eigene Crawler los, zum Beispiel OpenAI den „OAI-SearchBot“ für die Suche in ChatGPT, Perplexity den „PerplexityBot“. Wenn diese Crawler gesperrt sind, kann Ihre Website nicht als Quelle erscheinen.

Prüfen Sie zwei Stellen:

  • Die Datei robots.txt unter ihre-domain.de/robots.txt. Steht dort ein „Disallow“ für einen der genannten Bots, ist er ausgesperrt.
  • Ihre Firewall oder Ihr CDN. Cloudflare zum Beispiel kann KI-Crawler pauschal blockieren und hat das bei neu eingerichteten Domains teilweise schon voreingestellt. Ob das bei Ihnen läuft, sehen Sie nur in den Einstellungen.

Auch die Technik der Seite spielt mit. Viele KI-Crawler führen kein oder nur wenig JavaScript aus. Steht Ihr Text erst nach dem Laden eines Skripts auf der Seite, sieht der Crawler eine fast leere Seite. Websites, die den Inhalt direkt als HTML ausliefern, haben es hier leichter. Das ist einer der Gründe, warum wir für viele Kunden statische HTML-Websites bauen.

Welche Inhalte werden in KI-Antworten zitiert?

Kein Anbieter legt offen, nach welchen Regeln Quellen ausgewählt werden. Was man beobachten kann: Zitiert werden Seiten, aus denen sich ein Satz sauber herauslösen lässt, der die Frage beantwortet. Lange Einleitungen, Werbesprache und Texte ohne klare Aussage tauchen selten auf.

Was wir daraus für unsere Texte gelernt haben:

Die Antwort kommt zuerst, die Erklärung danach. So wie im ersten Absatz dieses Artikels. Zwischenüberschriften formulieren wir als die Fragen, die Kunden wirklich stellen, etwa „Was kostet eine Website?“. Denn genau so tippen die Leute ihre Frage auch in ChatGPT.

Außerdem helfen konkrete Angaben. „Einseitige Website ab 1.099 Euro zzgl. MwSt.“ kann eine KI zitieren. „Faire Preise und schnelle Umsetzung“ kann sie nicht, weil der Satz nichts aussagt.

Und jedes Thema bekommt seine eigene Seite. Eine Seite pro Leistung und pro Ort, an dem Sie arbeiten, schlägt die eine Seite, die alles ein bisschen abdeckt.

Ein Beispiel aus unserer eigenen Messung: Unser Ratgeber zu Bildunterschriften wird in Googles KI-Modus bei Fragen wie „Wie schreibe ich eine gute Bildunterschrift?“ herangezogen. Ehrlich gesagt ist das kein besonders aufwendiger Artikel. Er beantwortet nur genau diese Frage, und das ohne Umwege.

Warum Erwähnungen auf anderen Websites so wichtig sind

Eine KI empfiehlt ungern ein Unternehmen, das sie nur aus dessen eigener Selbstdarstellung kennt. Sie sucht Bestätigung. Wird Ihr Firmenname auf mehreren unabhängigen Seiten im Zusammenhang mit Ihrer Leistung und Ihrem Ort genannt, steigen die Chancen deutlich.

Solche Erwähnungen bekommen Sie zum Beispiel über

  • ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit echten Bewertungen, in denen Kunden beschreiben, was Sie für sie gemacht haben,
  • Einträge in Branchen- und Agenturverzeichnissen, die bei Ihren Suchbegriffen selbst oben stehen,
  • Mitgliedschaften in Gewerbevereinen, Kammern oder Verbänden mit eigenem Eintrag,
  • Berichte in der Lokalpresse und Nennungen auf den Websites Ihrer Kunden und Partner.

Wichtig ist, dass überall dieselben Angaben stehen: gleicher Firmenname, gleiche Adresse, gleiche Telefonnummer, gleiche Beschreibung Ihrer Leistungen. Widersprüche verunsichern Google genauso wie ChatGPT.

Helfen strukturierte Daten und llms.txt?

Strukturierte Daten nach schema.org beschreiben maschinenlesbar, wer Sie sind: Unternehmen, Adresse, Leistungen, Öffnungszeiten, Ansprechpartner. Google nutzt sie nachweislich, und sie schaden nie. Wir hinterlegen sie auf jeder Seite, die wir bauen.

Die Datei llms.txt ist ein noch junger Vorschlag: eine kurze Übersicht der Website, gedacht für Sprachmodelle. Ob die großen Anbieter sie auswerten, ist nicht belegt. Sie ist in ein paar Minuten angelegt, deshalb haben wir eine. Wunder sollte man davon nicht erwarten.

Wie misst man, ob man in ChatGPT vorkommt?

Der einfachste Test kostet nichts: Stellen Sie ChatGPT, Perplexity und Google die Fragen, die Ihre Kunden stellen würden. Also nicht „Was ist Firma X?“, sondern „Wer baut Websites für Handwerker in Dieburg?“. Notieren Sie, wer genannt wird und welche Quellen darunter stehen. Wiederholen Sie das einmal im Monat.

Wer es genauer wissen will, nutzt ein Werkzeug. Wir arbeiten mit dem AI Check von SISTRIX. Er zeigt, bei welchen Fragen eine Marke oder Domain in ChatGPT und in Googles KI-Antworten auftaucht. Zusätzlich lohnt ein Blick in Google Analytics: Besuche, die von chatgpt.com oder perplexity.ai kommen, werden dort als Verweise angezeigt.

Was Sie lassen sollten

Vorsicht bei Angeboten, die Ihnen „garantierte Empfehlungen in ChatGPT“ verkaufen. Niemand außer den Anbietern selbst steuert, was diese Systeme antworten. Ebenso wenig bringt es, Hunderte KI-generierte Texte zu veröffentlichen. Davon gibt es genug, und genau solche Seiten werden zunehmend aussortiert.

Mehr zum Verhältnis von klassischer Suche und KI-Suche lesen Sie in unserem Artikel SEO oder AI Search.

Die Kurzfassung

  1. KI-Crawler in robots.txt und Firewall zulassen.
  2. Inhalte direkt als HTML ausliefern, schnell und gut gegliedert.
  3. Jede Kundenfrage auf einer passenden Seite direkt beantworten.
  4. Für einheitliche Erwähnungen auf anderen Websites sorgen.
  5. Regelmäßig nachfragen und messen.

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Unternehmen heute in ChatGPT und Google dasteht, schauen wir uns das gemeinsam an. Mehr zu unserem Vorgehen finden Sie unter AI Search.

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